Frau schläft auf der Seite mit Nackenkissen und Kniekissen zwischen den Knien

Kissen für Seitenschläfer: So findest du die richtige Höhe

Ein Großteil der Menschen schläft überwiegend auf der Seite. Trotzdem liegen viele auf einem Kissen, das eher für die Rückenlage gemacht ist. Das Ergebnis kennst du vielleicht: Der Kopf kippt nach unten, du schiebst das Kissen nachts zusammen oder legst den Arm darunter. In diesem Ratgeber erfährst du, worauf es bei einem Kissen für Seitenschläfer ankommt.

Warum die Höhe so wichtig ist

In der Seitenlage entsteht zwischen Matratze und Kopf ein Abstand, der ungefähr der Breite deiner Schulter entspricht. Ein gutes Kissen füllt genau diesen Raum aus. Ist es zu flach, kippt der Kopf zur Matratze. Ist es zu hoch, wird der Kopf nach oben gedrückt. In beiden Fällen liegt der Nacken nicht gerade.

Als Faustregel gilt: Kopf und Wirbelsäule sollten in der Seitenlage ungefähr eine gerade Linie bilden. Ob das klappt, hängt von deiner Schulterbreite und von der Matratze ab. Auf einer weichen Matratze sinkt die Schulter tiefer ein, dann reicht oft ein etwas flacheres Kissen.

So misst du die passende Kissenhöhe

  1. Stell dich seitlich an eine Wand, die Schulter berührt die Wand.
  2. Lass jemanden den Abstand von der Wand bis zu deinem Hals messen.
  3. Ziehe etwa 1 bis 2 cm ab, weil die Schulter etwas in die Matratze einsinkt.

Der Wert, den du erhältst, ist ein guter Anhaltspunkt für die Höhe der Stelle, auf der dein Nacken liegt. Bei breiten Schultern landest du oft bei 11 bis 14 cm, bei schmalen Schultern eher bei 9 bis 11 cm.

Welche Form eignet sich?

Klassische Daunen- oder Faserkissen geben nach und müssen nachts immer wieder aufgeschüttelt werden. Für Seitenschläfer haben sich formstabile Kissen bewährt, zum Beispiel aus Memory-Schaum. Sie behalten ihre Höhe die ganze Nacht.

Ergonomische Kissen haben oft unterschiedlich hohe Bereiche: eine Mulde in der Mitte für die Rückenlage und höhere Seitenteile für die Seitenlage. Wer nachts zwischen beiden Lagen wechselt, muss das Kissen dann nicht umdrehen. Ein Ausschnitt an der Seite lässt Platz für Schulter und Arm.

Wofür ein Kniekissen gut ist

In der Seitenlage rutscht das obere Knie oft nach vorne auf die Matratze. Dabei dreht sich das Becken leicht mit. Ein Kniekissen zwischen den Knien hält die Beine auf Hüftbreite, so liegen Hüfte und Beine entspannter. Ein Band um den Oberschenkel sorgt dafür, dass das Kissen nachts nicht wegrutscht.

Gib dir ein paar Nächte Zeit

Ein neues Kissen fühlt sich anfangs fast immer ungewohnt an, vor allem wenn du vorher lange auf einem weichen Kissen geschlafen hast. Rechne mit einigen Nächten Eingewöhnung, bevor du entscheidest. Deshalb kannst du unsere Kissen 30 Nächte lang testen.

Unsere Kissen für die Seitenlage

Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn du anhaltende Beschwerden hast, lass dich bitte ärztlich oder physiotherapeutisch beraten.

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